Zahngesundheit

Kieferschmerzen - Ursachen erkennen und behandeln

Luna Bode | 05 November 2021
Kieferschmerzen - Ursachen erkennen und behandeln

Unsere Kiefermuskulatur ist einer der am stärksten belasteten Muskeln des Körpers. Sie wird zum Kauen, Sprechen oder Gähnen beansprucht. Auch bei innerer Anspannung, die sich durch Zähneknirschen oder Zähnepressen äußert, lastet ein starker Druck auf unserem Kiefer. Häufig wird über Kieferknacken, eine angespannte Kiefermuskulatur oder Kopf-, Schulter- und Nackenschmerzen geklagt. Auch Ohrenschmerzen sind nicht unüblich. Doch nur wenigen ist bewusst, dass Kiefergelenkschmerzen auch Folgen einer Kiefer- oder Zahnfehlstellung sein können.

Arten und Symptome von Kieferschmerzen

Es gibt verschiedene Arten von Schmerzen der Kiefermuskulatur. Bei manchen Menschen treten Kieferschmerzen einseitig auf, wobei es häufig schwierig ist, die Kieferschmerzen links oder rechts einzuordnen, da diese oftmals zum Ohr hin ausstrahlen. Andere wiederum klagen hauptsächlich über Kieferschmerzen beim Kauen, was keine Seltenheit ist, da sich Schmerzen oft erst bei Beanspruchung äußern.

Kieferschmerzen und ihre Ursachen

Kieferschmerzen sind ein häufiges Problem, das viele Ursachen haben kann. Wenn Du unter akuten Kieferschmerzen leidest, solltest Du dringend einen Arzt aufsuchen, um die Ursache herauszufinden und Dich behandeln zu lassen. Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten für Kieferschmerzen, und die meisten Menschen können mit dem richtigen Behandlungsplan Linderung finden.

Kiefer- und Zahnfehlstellungen

Zu den häufigsten Ursachen zählen Kiefer- und Zahnfehlstellungen, welche meist erblich bedingt sind. Jedoch auch äußere Einflüsse, wie beispielsweise Daumenlutschen im Kindesalter oder Krankheiten, können derartige Fehlstellungen begünstigen.

Eine Kieferfehlstellung lässt sich an großen Lücken oder Überlappungen der Zähne feststellen. Zu den verschiedenen Kieferfehlstellungen werden Kreuzbiss, offener Biss, , oder auch gezählt. Auch Zahnfehlstellungen wie Engstand, Lückenstand und schiefe Zähne können dazu führen, dass die Zähne nicht korrekt aufeinander beißen und sich daraus eine Kieferfehlstellung entwickelt.

Eine Kieferfehlstellung kann sich durch Knirschen im Kiefer beim Mundöffnen, Gähnen oder Kauen äußern und wird oftmals durch Zähneknirschen oder Bruxismus (starkes Zusammenpressen der Kiefer) ausgelöst. Die Funktionsstörung des Kausystems aufgrund einer Kieferfehlstellung, bezeichnet man in Fachkreisen auch als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD).

Zähneknirschen

Eine besondere Form des angespannten Kiefers wird durch nächtliches Zähneknirschen oder Zähnepressen verursacht. Betroffenen wird in diesem Fall eine Entspannungsschiene oder eine Knirscherschiene, auch Aufbissschiene genannt, empfohlen.

bruXane 2go Knirschschiene

Moderne Knirschschienen wie die BruXane 2go verhindern dabei nicht nur das Knirschen, sondern reduzieren ebenfalls das "Verhalten des Zähneknirschens" nachhaltig. Sobald Du Deine Zähne aufeinander presst oder knirschst, sendet Dir die Schiene den Impuls. Lässt der Druck nach, stoppt auch die Vibration. Im Schlaf bekommst Du von diesem Prozess jedoch nichts mit, nur Dein Kiefer und Deine Zähne werden es Dir am nächsten Morgen danken, wenn Du schmerzfrei aufwachst.

Mehr erfahren

Kieferschmerzen nach Weisheitszahn OP

Zahnbegradigung Röntgenbild

Nach einer Weisheitszahn-OP können sowohl die freiliegenden Nervenenden, als auch Schwellungen, die nach einer solchen Operation auftreten, Schmerzen verursachen. Es kann zu einem Spannungsgefühl im Kieferbereich kommen. Dringen Bakterien in die offene Wunde ein, kann dies zu einer Kieferentzündung führen. Symptome, die darauf hinweisen sind Rötungen im Gesicht, Schwellungen und Pochen im Kiefer und eine erhöhte Körpertemperatur. Zusätzlich können Lymphknoten anschwellen.

Kieferkrämpfe

Kieferkrämpfe äußern sich, indem Du beim Essen oder Gähnen starke Schmerzen verspürst und Deinen Mund nicht mehr ganz öffnen kannst. Um dem entgegenzuwirken, kannst Du Deinen Kiefer trainieren und die Muskulatur stärken. Hier ist es hilfreich, seitliche Bewegungen oder Auf- und Abbewegungen mit Deinem Kiefer zu machen. Achte dabei darauf, dass Deine Zähne nicht aneinander reiben. Dehne anschließend Deinen Kiefer, indem Du ihn so weit wie möglich öffnest und wieder schließt. Um Kieferkrämpfen vorzubeugen, kannst Du Magnesium, Kalzium und Vitamin D zu Dir nehmen.

Ausgerenkter Kiefer

Bei einem ausgerenkten Kiefer ist der Unterkiefer nach rechts, links oder nach vorne verschoben und der Mund lässt sich nicht schließen. Betroffene verspüren vor allem beim Bewegen und Öffnen des Kiefers, sowie beim Kauen starke Schmerzen. Ein Zahnarzt oder Arzt kann den Kiefer wieder einrenken, indem Druck ausgeübt wird und der Kiefer in die vorhergesehene Position gerückt wird. Knackt oder schmerzt der Kiefer beim Essen oder Kauen, handelt es sich in der Regel nicht um einen ausgerenkten Kiefer. Bei circa einem Drittel der Bevölkerung kommt es immer wieder zu Knack- oder Quietschgeräuschen. Dabei hilft es vielen Betroffenen, die Wangenmuskeln und Schläfen regelmäßig zu massieren. Um sicherzugehen, dass das Kieferknacken harmlos ist, solltest Du Dein Gebiss und den Kiefer von einem Zahnarzt kontrollieren lassen.

Angespannter Kiefer

Ein verspannter Kiefer kann verschiedene Ursachen haben. Der Kiefer kann sich aufgrund psychischer Belastung, wie beispielsweise Stress, verkrampfen. Häufig geschieht dies nachts unterbewusst während des Schlafens. Andere Ursachen für eine Kieferverspannung können Fehlstellungen des Gebisses sein.

Kieferverspannungen führen zu Schmerzen, weshalb Betroffenen oft zu speziellen Entspannungsübungen geraten wird, um den Kiefer zu lockern. Beispielsweise ist es eine effiziente Übung, die Finger vor den Ohren zu platzieren und dabei den Mund zu öffnen. Dabei werden die Stellen mit leichtem Druck zwei Minuten lang massiert. Bei regelmäßigen Wiederholungen merkst Du dann wie sich Dein Kiefer entspannt. Eine andere Variante der Schmerzlinderung ist es den Kiefer zu wärmen oder zu kühlen. Häufig wird dazu eine Rotlichtlampe verwendet. Diesen Vorgang kannst Du bis zu dreimal täglich wiederholen.

Kieferschmerzen behandeln

Bei Kieferschmerzen stehen je nach Ursache eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. In leichten Fällen können einfache Maßnahmen wie Ruhe, Eis und freiverkäufliche Medikamente Linderung verschaffen. Wenn die Schmerzen jedoch andauern, können weitergehende Behandlungen notwendig sein. Sprich mit Deinem Arzt, um den besten Behandlungsplan für Dich zu finden.

Kiefer- und Zahnfehlstellungen beheben

sinim2 (1)

Eine Fehlstellung kann aus ästhetischen oder, wie im Falle von Kieferschmerzen, aus medizinischen Gründen behoben werden. Leichte bis mittelschwere Fehlstellungen können unkompliziert und schmerzfrei mit einer Zahnschiene oder festen oder losen Zahnspange behandelt werden. Lose Zahnspangen werden dabei nur bei sehr leichten Fehlstellungen empfohlen. Die feste Zahnspange kann im Gegensatz zur losen Zahnspange einen größeren Druck auf Zähne und Kiefer ausüben, um diese in Position zu rücken. Der Vorteil von unsichtbaren Zahnschienen im Vergleich zur festen Zahnspange ist, dass die Zahnkorrektur diskret erfolgt und für Außenstehende somit unsichtbar ist, zugleich jedoch denselben Effekt wie eine feste Zahnspange erzielt. 

Unsichtbare Zahnschiene von DrSmile

Kosten einer Kiefer-OP

Bei sehr schweren Kieferfehlstellungen kann nur eine vom Kieferorthopäden durchgeführte Operation die schmerzhafte Fehlstellung beheben. Die Kosten und der Zeitaufwand hängen dabei von der Art und der Schwere der Fehlstellung ab. In der Regel sind solche komplexen Operationen jedoch sehr langwierig, sodass bis zum endgültigen Ergebnis einige Monate vergehen können. Die Kosten können dabei bis zu 22.000 € betragen. Ist der Eingriff medizinisch notwendig, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Operation, sowie die Kosten der begleitenden kieferorthopädischen Therapie.

Kiefer trainieren, um Schmerzen zu lindern

Um Kiefer, Nacken, Schultern und Kopf zu entspannen gibt es einige Übungen. Trotzdem bekämpfen diese nicht die Ursache des Problems, sondern lindern nur den Schmerz. 

Um die Kiefermuskulatur zu lockern, kannst Du Deinen Kiefer beidseitig mit Deinen Fingern durch kreisende Bewegungen massieren. Dabei öffnest Du Deinen Mund für circa zehn Sekunden. Dein Kiefer wird dadurch gedehnt und entspannt sich zeitgleich.

Um die Kiefermuskeln zu stärken, existieren ebenfalls einige simple Übungen. Beispielsweise kannst Du mit Deiner linken Hand gegen Deine linke Wange drücken und zeitgleich Dein Kinn gegen Deine Handfläche schieben. Am effizientesten ist es, wenn Du die Übung an beiden Wangen circa fünfmal, und das dreimal täglich wiederholst.

Mehr erfahren
Ekomi gold
Kund*innen Feedback
review-stars
4.7 / 5
Feedback ansehen
No Logo
No Logo
Unsere Alignerarrow

©2022 DR SMILE