Zahngesundheit

Unterbewusstes Zähneknirschen im Schlaf

Luna Bode | 25 Februar 2022
Unterbewusstes Zähneknirschen im Schlaf

Unterbewusstes Zähneknirschen im Schlaf, auch Schlafbruxismus genannt, kann in jeder Altersstufe auftreten. Dabei bemerken die Betroffenen meistens gar nicht, dass sich der Kaumuskel anspannt und die Zähne großen Druck aufeinander ausüben und aneinander reiben. Wird das Zähneknirschen nicht schon frühzeitig erkannt und behandelt, kann das fatale Folgen mit sich ziehen.

Erkenne frühzeitig, ob Du mit Deinen Zähnen knirschst

Betroffene, die in der Nacht mit den Zähnen knirschen, verspüren morgens Schmerzen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich. Die Kaumuskulatur und Gesichtsmuskeln fühlen sich verspannt und verhärtet an. Zudem berichten sie von einem quietschenden Geräusch, sobald die Zähne aneinander reiben und einem Knackgeräusch im Kiefer.

Die Kauflächen wirken sehr glatt, die Zahnkanten oftmals schon abgeschliffen und die Zähne sind schmerzempfindlicher. Zudem kann man Zahnabdrücke in der Zunge und Wange erkennen.

Wenn diese Symptome auf Dich zutreffen, solltest Du schnellstmöglich einen Zahnarzt oder Kieferorthopäden aufsuchen und überprüfen lassen, ob Du mit Deinen Zähnen knirschst.

Zähneknirschen bei Kindern

Es kommt häufig vor, dass Kinder sowohl tagsüber als auch nachts mit ihren Zähnen knirschen. Grund dafür ist meistens, dass sie nach Ausbruch ihrer Mahlzähne mithilfe von Reibebewegungen ihre Zähne erkunden oder ungünstig stehende Milchzähne abradieren. Dies ist meist unbedenklich und legt sich mit den Jahren wieder. Wenn das Kind jedoch auch mit den bleibenden Zähnen knirscht, sollte man einen Zahnarzt oder Kieferorthopäden aufsuchen. Häufig wird den betroffenen Kindern zu einer Schienenbehandlung geraten, um unter anderem Kopfschmerzen, Zahnfehlstellungen oder Zahnschmelz- und Zahnabnutzungen zu vermeiden. Eine wesentlich seltenere Ursache können psychische Leiden sein. Um diese zu behandeln, werden kindertherapeutische Verfahren eingeleitet.

Mögliche Ursachen für unterbewusstes Zähneknirschen 

Die häufigste Ursache für Zähneknirschen ist eine hohe psychische Belastung in Form von Stress und Ängsten. Unterbewusst dient das Aneinanderreiben und die Druckausübung der Zähne als eine Art Stressabbau.

Andere Ursachen für Zähneknirschen im Schlaf können folgende sein:

Was die Folgen von nächtlichem Zähneknirschen sind

Zähneknirschen kann unangenehme Folgen mit sich ziehen. Der Kiefer ist durch Nerven und Muskeln mit Ohr, Rücken und Nacken verbunden. Somit wirken sich Kieferverspannungen negativ auf andere Teile des Körpers aus und mindern das allgemeine Wohlbefinden. Aber auch der Zahnschmelz, sowie die Kauflächen des Zahnes sind vom Zähneknirschen betroffen.

Ohrenschmerzen

Durch das Zähneknirschen in der Nacht verkrampft sich die Kaumuskulatur, was mitunter zur Folge hat, dass Betroffene beim Aufwachen Ohrenschmerzen verspüren und Geräusche wie Ohrensausen oder einen Tinnitus hören.

Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen

Zu einer der wohl am häufigsten verbreiteten Folgen gehören Verspannungen im Bereich von Rücken, Schulter, Hals und Nacken. Die verspannte Kaumuskulatur ist mit den Muskeln im Kopf- und Halsbereich verbunden, die ebenfalls stark angespannt werden. Betroffene verspüren dadurch also Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen. Dies führt wiederum dazu, dass sich der gesamte Körper verspannt und sich daraus eine Fehlhaltung entwickelt.

Zahnabnutzung und Zahnschmerzen

Zähneknirschen führt zu einer Abrasion der Zähne, bei der sowohl die Zahnflächen, als auch der Zahnschmelz abgerieben werden. Die Zähne werden so weit abgenutzt, dass sie mehrere Millimeter gekürzt werden können. Die Kauflächen werden glatt poliert, sodass die Nahrung nicht mehr richtig gegriffen und zermahlt werden kann. Aber auch der Zahnschmelz wird abgerieben, was zur Folge hat, dass die Zahnnerven freigelegt werden und der Zahn und das Zahnfleisch zunehmend empfindlicher werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Da das Zähneknirschen im Schlaf meistens stressbedingt ist, reicht es manchmal schon aus, wenn sich Betroffene gezielt durch Physiotherapie oder Aktivitäten wie Spaziergänge entspannen. Wenn das Zähneknirschen eine Folge von nicht gut sitzenden Kronen, Füllungen, Brücken oder Prothesen ist, kann das behoben werden, indem der Zahnersatz oder die Zahnfüllung erneuert und abgeschliffen wird.

Knirschschiene

Mithilfe einer Knirschschiene wird zwar die Ursache des Zähneknirschens nicht behoben, dafür aber das Knirschen im Schlaf verhindert. Die Zähne werden nachts durch das Tragen der Knirscherschiene vor Abrieb geschützt, wodurch eine weitere Schädigung der Zähne verhindert und der Kiefer entlastet wird.

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Weitere Vorteile haben moderne Knirschschienen mit Biofeedback. Eine wahrnehmbare Rückmeldung in Form einer Vibration, verhindert dabei nicht nur das Zähneknirschen, sondern reduziert ebenfalls das Verhalten nachhaltig. Sobald Du Deine Zähne aufeinander presst oder knirschst, sendet Dir die Schiene den Impuls. Lässt der Druck nach, stoppt auch die Vibration.

Besonders empfehlenswert ist die leise Biofeedback-Zahnschiene bruXane 2go. Durch die Einheitsgröße kannst Du Deine Behandlung schnell starten und musst nicht lange auf Deine Knirschschiene warten!

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Behandlung einer Zahnfehlstellung

Wie bereits erwähnt, kann auch eine Kiefer- oder Zahnfehlstellung zu nächtlichen Zähneknirschen führen. Diese lässt sich mithilfe von festen Zahnspangen oder auch Zahnschienen in den Griff bekommen.

Ob man sich für eine feste, sichtbare Zahnkorrektur entscheidet oder zu einer unsichtbaren Zahnschiene greift, ist dabei jedem selbst überlassen. Viele Erwachsene entscheiden sich für die dezenten Zahnschienen, damit ihre Zahnkorrektur im Alltag nicht auffällt.

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